Wie kann ich die Benutzererfahrung (UX) auf meiner Website verbessern?
- Alexandra Ullrich

- vor 5 Stunden
- 13 Min. Lesezeit

Eine Website kann noch so gut aussehen, wenn Nutzer:innen sich nicht zurechtfinden, sind sie schneller wieder weg, als du klicken kannst. Genau hier entscheidet sich, ob deine Website arbeitet oder einfach nur existiert.
Die Benutzererfahrung (User Experience, kurz UX) beeinflusst, wie lange Besucher:innen bleiben, ob sie Vertrauen aufbauen und ob sie am Ende eine gewünschte Aktion ausführen – vom Kontaktformular bis zum Kauf. Gleichzeitig spielt UX eine immer größere Rolle für SEO, Conversion-Rates und die Sichtbarkeit in KI-Suchen.
In diesem Artikel erfährst du:
was gute Benutzererfahrung wirklich ausmacht
welche konkreten Stellschrauben du auf deiner Website optimieren kannst
und wie UX, Inhalte, Technik und Nutzerführung zusammenspielen
Egal, ob du gerade erst startest oder deine bestehende Website verbessern willst: Mit den richtigen UX-Maßnahmen sorgst du dafür, dass Besucher:innen nicht nur kommen, sondern auch bleiben.
Was bedeutet Benutzererfahrung (UX) überhaupt?
Wenn von Benutzererfahrung oder User Experience (UX) die Rede ist, geht es um das gesamte Erlebnis, das Nutzer:innen mit deiner Website haben – vom ersten Eindruck bis zur letzten Aktion.
UX beantwortet Fragen wie:
Finde ich mich sofort zurecht?
Verstehe ich, worum es hier geht?
Fühle ich mich sicher, abgeholt und ernst genommen?
Kann ich mein Ziel ohne Frust erreichen?
Kurz gesagt: Gute UX fühlt sich selbstverständlich an. Schlechte UX merkt man sofort.
Definition: Was ist User Experience?
Die Benutzererfahrung beschreibt, wie einfach, angenehm und zielführend die Nutzung deiner Website ist. Dazu zählen unter anderem:
Struktur & Navigation
Inhalte & Verständlichkeit
Ladezeiten & technische Stabilität
Design & Lesbarkeit
mobile Nutzbarkeit
Vertrauen & Orientierung
UX ist damit kein einzelnes Element, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten, die darüber entscheiden, ob Nutzer:innen bleiben oder abspringen.
Abgrenzung: UX vs. UI – wo liegt der Unterschied?
UX wird oft mit UI (User Interface) verwechselt, dabei erfüllen beide unterschiedliche Aufgaben:
UI (User Interface) beschreibt das Aussehen deiner Website: Farben, Buttons, Typografie, Layout.
UX (User Experience) beschreibt das Erlebnis: Wie logisch ist alles aufgebaut? Wie intuitiv ist die Bedienung? Wie fühlt sich die Nutzung an?
Ein schönes Design kann eine schlechte UX nicht ausgleichen. Und eine funktionale UX wirkt selbst dann stark, wenn das Design bewusst reduziert ist.
Warum UX mehr ist als „schönes Design“
Viele Websites sehen gut aus – funktionieren aber schlecht. Zu viele Informationen, unklare Botschaften oder versteckte Handlungsaufforderungen sorgen dafür, dass Nutzer:innen:
sich überfordert fühlen
nicht wissen, was sie tun sollen
die Seite wieder verlassen
Gute UX setzt nicht bei der Optik, sondern bei den Bedürfnissen der Nutzer:innen an:
Was suchen sie?
In welcher Situation befinden sie sich?
Welche Fragen wollen sie schnell beantwortet haben?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, entsteht eine Benutzererfahrung, die wirkt – für Menschen, Suchmaschinen und KI-Suchen gleichermaßen.
Warum eine gute UX entscheidend für deinen Website-Erfolg ist
Eine gute Benutzererfahrung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor deiner Website. Sie entscheidet darüber, ob Besucher:innen bleiben, sich orientieren können und letztlich das tun, was du dir wünschst oder ob sie frustriert abspringen.
UX wirkt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig: auf Nutzer:innen, auf Suchmaschinen und auf KI-Systeme.
Einfluss von UX auf Conversion, Verweildauer & Absprungrate
Nutzer:innen kommen mit einem Ziel auf deine Website: informieren, vergleichen, Kontakt aufnehmen oder kaufen. Gute UX sorgt dafür, dass dieses Ziel ohne Umwege erreicht wird.
Konkret bedeutet das:
klare Einstiege statt Informationsüberflutung
verständliche Inhalte statt Fachchinesisch
sichtbare Handlungsaufforderungen statt Ratespiele
Ist die UX schlecht, steigen:
die Absprungrate
die Frustration
die verlorenen Chancen
Ist sie gut, steigen:
Verweildauer
Interaktion
Conversion-Rates
UX beeinflusst also direkt, ob deine Website Ergebnisse liefert.
UX als Rankingfaktor für Google & KI-Suchen
Suchmaschinen bewerten längst nicht mehr nur Keywords. Sie analysieren, wie Nutzer:innen mit deiner Website interagieren:
Bleiben sie?
Scrollen sie?
Klicken sie weiter?
Diese Nutzersignale sind ein starkes Indiz dafür, ob Inhalte relevant und hilfreich sind.
Auch KI-Suchen profitieren von guter UX:
klar strukturierte Inhalte
logische Überschriften
präzise Antworten auf konkrete Fragen
Je besser deine UX, desto leichter können KI-Systeme deine Inhalte verstehen, einordnen und weiterempfehlen.
UX und Vertrauen: Warum Nutzer:innen bleiben oder abspringen
Vertrauen entsteht nicht durch große Versprechen, sondern durch Sicherheit und Klarheit:
Ist die Website übersichtlich?
Wirkt sie professionell und konsistent?
Finde ich schnell, was ich suche?
Schon kleine UX-Probleme können Vertrauen zerstören:
unklare Navigation
lange Ladezeiten
widersprüchliche Aussagen
fehlende Orientierung
Gute UX signalisiert dagegen:
„Du bist hier richtig. Wir haben deine Bedürfnisse verstanden.“
Und genau dieses Gefühl entscheidet oft darüber, ob aus einem Besuch ein Kontakt, ein Lead oder ein Kunde wird.
Die wichtigsten UX-Prinzipien für Websites
Gute Benutzererfahrung entsteht nicht zufällig. Sie basiert auf klaren Prinzipien, die sich unabhängig von Branche, Zielgruppe oder Website-Typ bewährt haben. Wer diese Grundregeln beachtet, sorgt dafür, dass Nutzer:innen sich schnell orientieren, sicher fühlen und gern auf der Website bleiben.
Klarheit: Nutzer müssen sofort verstehen, worum es geht
Innerhalb weniger Sekunden entscheiden Besucher:innen, ob sie bleiben oder gehen. In dieser Zeit muss klar sein:
Was wird hier angeboten?
Für wen ist das relevant?
Welchen Nutzen habe ich davon?
Klarheit entsteht durch:
eindeutige Überschriften
verständliche Sprache
klare Einstiegsbotschaften
visuelle Hierarchien
Wenn Nutzer:innen überlegen müssen, sind sie meist schon weg.
Konsistenz: Wiedererkennbare Strukturen & Muster
Menschen lieben Wiederholungen – zumindest bei Bedienkonzepten.Konsistente UX bedeutet:
gleiche Navigation auf allen Seiten
einheitliche Buttons und Icons
wiederkehrende Layouts
So müssen Nutzer:innen nicht ständig neu lernen, wie deine Website funktioniert. Das spart Zeit, reduziert Frust und erhöht die Nutzungstiefe.
Einfachheit: Weniger denken, schneller handeln
Gute UX reduziert Komplexität, statt sie zu erklären. Frage dich bei jedem Element:
Braucht es das wirklich oder macht es die Entscheidung schwerer?
Einfachheit zeigt sich durch:
kurze Wege zum Ziel
klare Entscheidungen statt zu vieler Optionen
reduzierte Formulare
fokussierte Inhalte
Je einfacher der Weg, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer:innen ihn gehen.
Feedback: Nutzer brauchen Rückmeldung bei Aktionen
Jede Aktion erwartet eine Reaktion. Klicks ohne sichtbares Ergebnis sorgen für Unsicherheit.
Gutes UX-Feedback:
Ladeanzeigen
Bestätigungen („Nachricht erfolgreich gesendet“)
visuelle Hervorhebungen
Fehlermeldungen mit Erklärung
So wissen Nutzer:innen jederzeit, was passiert und dass sie die Kontrolle behalten.
Barrierefreiheit als Teil guter UX
Barrierefreiheit verbessert die Benutzererfahrung für alle – nicht nur für Menschen mit Einschränkungen.
Dazu gehören:
gut lesbare Schriftgrößen
ausreichende Kontraste
verständliche Sprache
logische Tastaturnavigation
Alternativtexte für Bilder
Barrierefreie Websites sind übersichtlicher, robuster und oft auch besser für SEO und KI-Systeme verständlich.
Navigation & Seitenstruktur optimieren
Eine gute Navigation ist das Rückgrat deiner Website. Sie entscheidet darüber, ob Nutzer:innen sich sicher fühlen oder verloren. Ziel ist es, Besucher:innen schnell, logisch und ohne Umwege zu den Inhalten zu führen, die sie suchen.
Intuitive Navigation – so finden Nutzer schnell ihr Ziel
Eine Navigation ist dann intuitiv, wenn sie keine Erklärung braucht. Nutzer:innen sollten auf den ersten Blick verstehen:
wo sie gerade sind
welche Optionen sie haben
wie sie wieder zurückfinden
Bewährt haben sich:
klar benannte Menüpunkte („Leistungen“ statt „Was wir tun“)
maximal 5–7 Hauptpunkte im Menü
logische Reihenfolgen (vom Allgemeinen zum Spezifischen)
Je weniger Denkaufwand nötig ist, desto besser die UX.
Logische Seitenhierarchie & klare Menüführung
Neben dem Menü selbst spielt die inhaltliche Struktur eine große Rolle. Inhalte sollten so aufgebaut sein, dass sie sich logisch voneinander ableiten lassen.
Eine gute Seitenhierarchie:
spiegelt die Nutzerbedürfnisse wider, nicht interne Abteilungen
folgt einer klaren H1–H2–H3-Struktur
vermeidet isolierte Einzelseiten ohne Anschluss
Das hilft nicht nur Nutzer:innen bei der Orientierung, sondern auch Suchmaschinen und KI-Systemen beim Verständnis deiner Website.
Interne Verlinkung aus UX- und SEO-Sicht
Interne Links sind Wegweiser. Sie zeigen Nutzer:innen, wo es sinnvoll weitergeht und halten sie länger auf der Website.
Gute interne Verlinkung:
ergänzt Inhalte sinnvoll
verweist auf vertiefende oder nächste logische Themen
nutzt aussagekräftige Linktexte statt „hier klicken“
So verbindest du UX und SEO: Nutzer:innen bleiben länger, Inhalte werden besser verstanden und Zusammenhänge klarer erkannt.
Breadcrumbs, Ankerlinks & Orientierungshilfen
Gerade bei umfangreichen Seiten helfen zusätzliche Orientierungselemente:
Breadcrumbs zeigen, wo man sich innerhalb der Website befindet
Ankerlinks erleichtern das Springen zu relevanten Abschnitten
hervorgehobene aktuelle Menüpunkte geben Sicherheit
Diese Elemente reduzieren Frust, verbessern die Nutzerführung und sind besonders hilfreich für mobile Nutzer:innen und KI-Auswertungen von Seiteninhalten.
Inhalte nutzerfreundlich aufbereiten
Selbst die beste Navigation hilft wenig, wenn Inhalte schwer verständlich, unübersichtlich oder zu textlastig sind. Nutzerfreundliche Inhalte sorgen dafür, dass Besucher:innen schnell erfassen, was relevant ist und genau dort weiterlesen, wo es für sie sinnvoll ist.
Scannable Content: Überschriften, Absätze & Bulletpoints
Die meisten Nutzer:innen lesen Webseiten nicht Wort für Wort. Sie scannen.Deshalb gilt: Inhalte müssen auf den ersten Blick erfassbar sein.
Das erreichst du durch:
klare, aussagekräftige Überschriften
kurze Absätze (3–5 Zeilen)
Bulletpoints für Aufzählungen
Hervorhebungen für zentrale Aussagen
So finden Nutzer:innen schneller die Informationen, die sie suchen und bleiben länger auf der Seite.
Klare Sprache statt Marketing-Buzzwords
Nutzer:innen wollen verstehen, nicht entschlüsseln. Komplizierte Fachbegriffe, interne Formulierungen oder Marketing-Phrasen bremsen die UX aus.
Besser:
einfache, direkte Sprache
aktive Formulierungen
konkrete Aussagen statt leerer Versprechen
Eine gute Faustregel:
Schreib so, wie du es jemandem erklären würdest, der dein Thema zum ersten Mal hört.
Das verbessert nicht nur die UX, sondern auch die Verständlichkeit für Suchmaschinen und KI-Systeme.
Inhalte entlang der Nutzerfragen strukturieren
Gute UX entsteht, wenn Inhalte sich an echten Fragen orientieren:
Was will ich hier wissen?
Was ist der nächste logische Schritt?
Welche Unsicherheit habe ich noch?
Strukturiere deine Inhalte deshalb entlang dieser Fragen, zum Beispiel mit:
erklärenden Zwischenüberschriften
klaren Antworten direkt unter der Frage
vertiefenden Abschnitten für Details
So entstehen Inhalte, die sowohl für Menschen als auch für KI-Suchen leicht auswertbar sind.
Call-to-Actions: sichtbar, verständlich, sinnvoll platziert
Jede Seite sollte eine klare Aufgabe haben.Call-to-Actions (CTAs) helfen Nutzer:innen zu verstehen, was sie als Nächstes tun können.
Gute CTAs:
sind klar formuliert („Kontakt aufnehmen“, „Angebot anfragen“)
heben sich visuell ab
passen inhaltlich zum jeweiligen Abschnitt
tauchen dort auf, wo Nutzer:innen entscheidungsbereit sind
Fehlende oder versteckte CTAs führen dazu, dass Nutzer:innen zwar lesen, aber nicht handeln.
Ladezeiten & technische UX verbessern
Technische Faktoren sind ein oft unterschätzter Teil der Benutzererfahrung. Dabei entscheiden gerade Ladezeiten und technische Stabilität darüber, ob Nutzer:innen deiner Website überhaupt eine Chance geben. Eine Seite, die langsam lädt oder nicht zuverlässig funktioniert, wird selten eine gute UX haben – egal wie gut Inhalte oder Design sind.
Warum Pagespeed ein UX-Killer oder -Booster ist
Niemand wartet gern. Schon wenige Sekunden Ladezeit können darüber entscheiden, ob Besucher:innen bleiben oder abspringen.
Langsame Ladezeiten führen zu:
höheren Absprungraten
geringerer Verweildauer
weniger Conversions
Schnelle Websites dagegen:
wirken professioneller
fühlen sich vertrauenswürdig an
werden häufiger genutzt
Pagespeed ist damit sowohl ein UX- als auch ein SEO-Thema und ein wichtiges Signal für KI-Suchen.
Bilder, Videos & Assets richtig optimieren
Medieninhalte machen Websites lebendig, sind aber häufig die größten Performance-Bremsen.
Achte darauf:
Bilder nur in benötigter Größe einzubinden
moderne Bildformate zu nutzen
Videos nicht automatisch starten zu lassen
unnötige Skripte und Plugins zu vermeiden
Je schlanker die Seite, desto schneller ist sie geladen und desto besser fühlt sich die Nutzung an.
Core Web Vitals verständlich erklärt
Die Core Web Vitals messen, wie Nutzer:innen die Lade- und Reaktionsgeschwindigkeit deiner Website wahrnehmen.
Wichtig sind vor allem:
Ladegeschwindigkeit: Wie schnell ist der wichtigste Inhalt sichtbar?
Interaktivität: Wie schnell reagiert die Seite auf Eingaben?
Visuelle Stabilität: Springen Inhalte beim Laden?
Gute Werte sorgen für ein ruhiges, kontrolliertes Nutzungserlebnis – schlechte Werte für Frust und Unsicherheit.
Technische Stolpersteine, die Nutzer frustrieren
Typische UX-Probleme aus technischer Sicht sind:
fehlerhafte Weiterleitungen
nicht funktionierende Links
lange Ladezeiten auf mobilen Geräten
überladene Cookie-Banner
Pop-ups, die Inhalte blockieren
Viele dieser Punkte lassen sich mit kleinen Anpassungen beheben – mit großer Wirkung auf die Benutzererfahrung.
Mobile UX: Warum Mobile First Pflicht ist
Ein Großteil der Websitebesuche erfolgt heute über Smartphones. Trotzdem werden viele Websites immer noch primär für Desktop-Nutzung gedacht – mit negativen Folgen für die Benutzererfahrung. Mobile UX ist daher kein Zusatz mehr, sondern Grundvoraussetzung.
Typische Fehler bei mobilen Websites
Häufige Fehler sind:
zu kleine Schriftgrößen
eng platzierte Buttons
verschachtelte Navigationen
zu lange Textblöcke ohne Struktur
Elemente, die außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen
Das Ergebnis: Nutzer:innen müssen zoomen, suchen oder mehrfach klicken und springen ab.
Touch-Ziele, Schriftgrößen & Scrollverhalten
Mobile UX orientiert sich an Fingern, nicht an Mauszeigern.
Achte deshalb auf:
ausreichend große Klickflächen
gut lesbare Schriftgrößen
genügend Abstand zwischen interaktiven Elementen
klare Scrollführung statt verschachtelter Interaktionen
Je müheloser sich die Seite mit dem Daumen bedienen lässt, desto besser die mobile Benutzererfahrung.
Mobile UX testen – worauf du achten solltest
Mobile UX lässt sich nicht am Desktop beurteilen. Teste deine Website aktiv auf verschiedenen Geräten.
Dabei solltest du prüfen:
Wie schnell lädt die Seite unterwegs?
Sind alle Inhalte gut erreichbar?
Funktionieren Navigation und Formulare reibungslos?
Bleibt die Seite stabil beim Scrollen?
Ein einfacher Selbsttest hilft oft mehr als jedes Tool: Nutze deine Website selbst mobil – mit dem Ziel deiner Nutzer:innen im Kopf.
Nutzerführung & Conversion-UX
Eine gute Benutzererfahrung endet nicht bei Übersichtlichkeit oder Design. Sie zeigt sich vor allem darin, wie gut Nutzer:innen durch die Website geführt werden – bis hin zur gewünschten Aktion. Nutzerführung und Conversion-UX sorgen dafür, dass Besucher:innen nicht nur konsumieren, sondern handeln.
Nutzer gezielt leiten statt sie allein zu lassen
Viele Websites überlassen Nutzer:innen sich selbst. Gute UX dagegen nimmt sie an die Hand – dezent, aber klar.
Das gelingt durch:
klare Einstiegsseiten mit eindeutiger Botschaft
logisch aufeinander aufbauende Inhalte
gezielte Verlinkungen zum nächsten Schritt
Nutzer:innen sollten nie überlegen müssen, was sie als Nächstes tun sollen.
Micro-UX: kleine Details mit großer Wirkung
Micro-UX sind die kleinen Interaktionen, die oft unbewusst wahrgenommen werden, aber stark zur Gesamtwirkung beitragen.
Dazu zählen:
Hover-Effekte bei Buttons
visuelle Bestätigungen nach Aktionen
verständliche Fehlermeldungen
sanfte Animationen
Diese Details schaffen Orientierung, Sicherheit und ein positives Nutzungserlebnis.
Formulare, Checkout & Kontaktseiten optimieren
Formulare sind häufig Conversion-Killer – vor allem, wenn sie zu lang oder unklar sind.
Gute Conversion-UX bei Formularen bedeutet:
nur notwendige Felder abfragen
klare Feldbeschriftungen
hilfreiche Hinweise bei Fehlern
sichtbare Fortschritte bei mehrstufigen Formularen
Je weniger Hürden, desto höher die Abschlussquote.
Vertrauen schaffen durch UX-Elemente
Vertrauen entsteht nicht durch Worte allein, sondern durch UX.
Vertrauensfördernde Elemente sind:
klare Kontaktmöglichkeiten
transparente Informationen
konsistentes Design
verständliche Datenschutz- und Sicherheitsinformationen
Gute UX signalisiert: Hier weiß man, was man tut und nimmt Nutzer:innen ernst.
UX messen & kontinuierlich verbessern
Benutzererfahrung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Auch gut gestaltete Websites können und sollten regelmäßig überprüft werden. Denn nur wer UX misst, kann sie gezielt verbessern, statt sich auf Bauchgefühl zu verlassen.
Wichtige UX-Kennzahlen (KPIs)
Um die Benutzererfahrung objektiv bewerten zu können, helfen klare Kennzahlen. Zu den wichtigsten UX-KPIs gehören:
Absprungrate: Verlassen Nutzer:innen die Seite schnell?
Verweildauer: Wie lange bleiben Besucher:innen auf einer Seite?
Scrolltiefe: Wie weit wird ein Inhalt tatsächlich gelesen?
Conversion-Rate: Wie viele Nutzer:innen führen eine gewünschte Aktion aus?
Seiten pro Sitzung: Wie intensiv wird die Website genutzt?
Diese Zahlen zeigen, wo Nutzer:innen gut zurechtkommen und wo Optimierungsbedarf besteht.
Heatmaps, Scrollmaps & Session Recordings
Quantitative Daten zeigen was passiert. Qualitative Tools zeigen warum.
Mit:
Heatmaps erkennst du, wo geklickt wird
Scrollmaps zeigen, wie weit Nutzer:innen scrollen
Session Recordings machen Nutzungsmuster sichtbar
So lassen sich Stolpersteine identifizieren, die in klassischen Zahlen oft verborgen bleiben.
Nutzerfeedback sinnvoll einholen
Direktes Feedback ist eine der wertvollsten UX-Quellen.
Möglichkeiten sind:
kurze Umfragen auf der Website
Feedback-Buttons
gezielte Fragen nach einer Aktion
Wichtig: Frag konkret und einfach. Zum Beispiel: „Hast du gefunden, was du gesucht hast?“
A/B-Tests für bessere UX einsetzen
A/B-Tests helfen, unterschiedliche Varianten objektiv zu vergleichen:
verschiedene Überschriften
unterschiedliche CTAs
alternative Layouts oder Inhalte
Schon kleine Anpassungen können große Auswirkungen auf UX und Conversion haben – vorausgesetzt, sie werden datenbasiert getestet.
UX-Optimierung für SEO & KI-Suchen
Gute Benutzererfahrung und gute Sichtbarkeit gehören untrennbar zusammen. Was Nutzer:innen hilft, hilft auch Suchmaschinen und KI-Systemen. UX-Optimierung sorgt dafür, dass Inhalte nicht nur gefunden, sondern auch verstanden und als relevant bewertet werden.
Warum KI gute UX liebt
KI-Systeme analysieren Inhalte nicht nur auf Keywords, sondern auf Verständlichkeit, Struktur und Nutzen. Eine klare UX hilft dabei, Inhalte richtig einzuordnen.
Gute UX bedeutet für KI:
klare Überschriftenhierarchien
logisch aufgebaute Inhalte
präzise Antworten auf konkrete Fragen
saubere Seitenstruktur
Je einfacher Inhalte konsumierbar sind, desto leichter können KI-Systeme sie zusammenfassen oder empfehlen.
Strukturierte Inhalte für KI-Antworten
Struktur ist der Schlüssel zur KI-Sichtbarkeit.
Das erreichst du durch:
klare H1–H2–H3-Strukturen
kurze, prägnante Absätze
FAQs mit direkten Antworten
Listen und Aufzählungen
So entstehen Inhalte, die sowohl für Menschen als auch für KI-Modelle leicht verarbeitbar sind und häufiger in Antworten auftauchen.
UX als Brücke zwischen Content, SEO & Conversion
UX verbindet drei zentrale Disziplinen:
Content: Was wird gesagt?
SEO: Wie wird es gefunden?
Conversion: Was passiert danach?
Eine gute UX sorgt dafür, dass diese Bereiche nicht isoliert funktionieren, sondern gemeinsam wirken. Inhalte werden gefunden, verstanden und führen zur gewünschten Handlung.
Typische UX-Fehler, die KI-Sichtbarkeit kosten
Einige UX-Probleme wirken sich direkt negativ auf SEO und KI-Suchen aus:
unklare oder fehlende Überschriften
Textwüsten ohne Struktur
inkonsistente Inhalte
versteckte oder verwirrende CTAs
schlechte mobile Nutzbarkeit
Wer diese Fehler vermeidet, erhöht die Chancen, dass Inhalte nicht nur ranken, sondern auch ausgewählt werden.
Häufige UX-Fehler auf Websites und wie du sie vermeidest
Viele UX-Probleme entstehen nicht durch fehlendes Know-how, sondern durch Betriebsblindheit. Wer lange an einer Website arbeitet, sieht oft nicht mehr, wo Nutzer:innen ins Stocken geraten. Umso wichtiger ist es, typische UX-Fehler zu kennen und bewusst zu vermeiden.
Zu viel auf einmal
Ein häufiger Fehler: Alles ist wichtig – also wird alles gleichzeitig gezeigt.Das überfordert Nutzer:innen und erschwert Entscheidungen.
Typische Anzeichen:
zu viele Botschaften im Einstieg
mehrere gleichwertige CTAs
überladene Startseiten
Besser:
eine klare Hauptbotschaft pro Seite
ein primäres Ziel
unterstützende Inhalte erst weiter unten
Fokus ist ein zentraler UX-Hebel.
Unklare Botschaften
Wenn Nutzer:innen nicht sofort verstehen, was du anbietest und für wen, entsteht Unsicherheit und Unsicherheit führt zum Absprung.
Unklare Botschaften entstehen oft durch:
interne Fachsprache
austauschbare Marketing-Floskeln
fehlenden Nutzenfokus
Stelle stattdessen klar:
welches Problem du löst
für wen das relevant ist
warum das Angebot sinnvoll ist
Versteckte CTAs
Eine Seite ohne klaren nächsten Schritt lässt Nutzer:innen allein zurück.
Häufige Fehler:
CTAs sind optisch kaum sichtbar
sie sind zu allgemein formuliert
sie tauchen erst ganz am Ende auf
Gute UX macht Handlungsoptionen sichtbar, verständlich und logisch platziert – genau dann, wenn Nutzer:innen bereit sind.
Inhalte aus Unternehmens- statt Nutzersicht
Viele Websites sprechen vor allem über sich selbst – statt über die Bedürfnisse der Nutzer:innen.
Das zeigt sich durch:
lange „Über uns“-Texte
Fokus auf Leistungen statt Probleme
fehlende Orientierung an Nutzerfragen
Drehe die Perspektive:
Welche Fragen haben Nutzer:innen?
Welche Unsicherheiten wollen sie klären?
Was brauchen sie jetzt konkret?
UX entsteht immer aus Nutzersicht – nie aus interner Logik.
Fazit: UX ist kein Projekt, sondern ein Prozess
Gute Benutzererfahrung entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch konsequentes Weiterdenken aus Nutzersicht. UX ist kein Punkt auf der To-do-Liste, den man einmal abhakt – sie begleitet deine Website über ihren gesamten Lebenszyklus.
Schon kleine Verbesserungen können viel bewirken:
klarere Strukturen
verständlichere Inhalte
schnellere Ladezeiten
eindeutigere Nutzerführung
Entscheidend ist, regelmäßig zu hinterfragen:
Finden Nutzer:innen wirklich, was sie suchen oder glaube ich das nur?
Kleine UX-Verbesserungen mit großer Wirkung
Du musst nicht alles auf einmal optimieren. Oft reichen gezielte Anpassungen:
Überschriften schärfen
CTAs klarer formulieren
Navigation vereinfachen
mobile Nutzung testen
Diese kleinen Schritte verbessern nicht nur die Benutzererfahrung, sondern auch Conversion, SEO und die Sichtbarkeit in KI-Suchen.
Warum sich UX langfristig immer auszahlt
Investitionen in UX zahlen sich mehrfach aus:
zufriedene Nutzer:innen
bessere Rankings
höhere Abschlussquoten
nachhaltige Website-Performance
Wer UX ernst nimmt, baut keine Website für den Moment, sondern eine digitale Basis, die mitwächst – mit Nutzer:innen, Suchmaschinen und neuen Technologien.
FAQ – Benutzererfahrung auf Websites
Was ist eine gute Benutzererfahrung auf einer Website?
Eine gute Benutzererfahrung liegt vor, wenn Nutzer:innen schnell finden, was sie suchen, sich intuitiv orientieren können und ihr Ziel ohne Frust erreichen. Dazu gehören klare Strukturen, verständliche Inhalte, schnelle Ladezeiten und eine gute mobile Nutzbarkeit.
Wie erkenne ich schlechte UX?
Typische Anzeichen für schlechte UX sind hohe Absprungraten, kurze Verweildauer, geringe Conversion-Raten oder häufige Nutzerfragen zu eigentlich selbsterklärenden Inhalten. Auch Feedback wie „Ich finde mich nicht zurecht“ oder „Das ist unübersichtlich“ deutet auf UX-Probleme hin.
Was bringt UX-Optimierung konkret?
UX-Optimierung führt zu längeren Aufenthaltszeiten, mehr Interaktionen und höheren Conversions. Gleichzeitig verbessert sie die Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen, da gut strukturierte und nutzerfreundliche Inhalte besser verstanden und bewertet werden.
Wie oft sollte man UX überprüfen?
Idealerweise kontinuierlich. Mindestens aber:
nach größeren Änderungen
bei sinkenden Conversions oder Rankings
regelmäßig im Rahmen von Auswertungen
UX ist ein fortlaufender Prozess, kein einmaliges Projekt.
Ist UX wirklich wichtig für SEO?
Ja. UX beeinflusst Nutzersignale wie Verweildauer, Scrolltiefe und Interaktion. Diese Signale helfen Suchmaschinen zu bewerten, ob Inhalte relevant sind. Außerdem profitieren strukturierte Inhalte mit guter UX stärker von Featured Snippets und KI-generierten Antworten.
Welche UX-Maßnahmen lassen sich schnell umsetzen?
Zu den Quick Wins zählen:
klarere Überschriften
kürzere Textblöcke
sichtbare Call-to-Actions
bessere mobile Lesbarkeit
vereinfachte Navigation
Schon kleine Anpassungen können die Benutzererfahrung deutlich verbessern.
Warum ist UX wichtig für KI-Suchen?
KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die klar strukturiert, verständlich formuliert und logisch aufgebaut sind. Gute UX erleichtert es KI-Modellen, Inhalte korrekt zu erfassen, zusammenzufassen und als Antwort auszuspielen.


